Rüstungsschmuggel in Krisenländer nimmt zu

Sonntag, 13. März 2011, 09:36

Berlin (dts) – Der Rüstungsschmuggel aus Deutschland in Krisenländer wie Iran und Nordkorea hat 2010 ein Spitzenniveau erreicht. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, registrierte das Zollkriminalamt (ZKA) 54 Verstöße gegen das Außenwirtschafts- und das Kriegswaffenkontrollgesetz – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. „Den Löwenanteil machen die verdeckten Beschaffungen für das iranische Raketen- und Atomprogramm aus“, sagte ZKA-Präsident Paul Wamers zu „Focus“. Das ZKA führt 30 Verfahren wegen illegaler Transfers in den Mullah-Staat. So ermittelt der Zoll etwa gegen einen Geschäftsmann aus Essen, der Turbinenteile im Wert von 200.000 Euro nach Teheran verfrachten wollte.

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