EU-Kommissar Oettinger fordert Verkürzung der Planungszeit von Hochspannungsleitungen

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 09:22

Brüssel (dts) – EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat sich für die Verkürzung der Planungszeit von Hochspannungsleitungen ausgesprochen. „Wir haben bisher einen völlig unbefriedigenden Zustand. Es dauert 10, 12, 15 Jahre Planung, Beratung, Genehmigung. Damit ist niemandem gedient“, sagte Oettinger im Deutschlandfunk. Für eine gründliche Planung seien „drei bis vier Jahre allemal ausreichend.“ Die Interessen der Bürger sollten aber auch bei einer Verkürzung des Planungsprozess nicht vernachlässigt werden. Man müsse von Anfang an die Bürger in die Planung einbinden. Die derzeitige Energieentwicklung in Europa erfordere ein eng verknüpftes europäisches Energienetz: „Wir brauchen grenzüberschreitende Leitungen, nehmen Sie an im Elsass zwischen Frankreich und Deutschland. Hinzu kommt: Wir brauchen Partnerabkommen mit Nicht-EU-Mitgliedern wie die Schweiz zum Beispiel“, so Oettinger. Bereits im Sommer hatte die Bundesregierung in Berlin ein Gesetz zur Beschleunigung des Netzausbaus beschlossen.

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