Studie: Übergewichtige Kinder haben seltener gute Zensuren

Sonntag, 29. September 2013, 09:49

Berlin (dts) – Übergewichtige Mädchen und Jungen haben in der Grundschule seltener gute Zensuren als ihre schlanken Klassenkameraden. Die Wahrscheinlichkeit, dass füllige Kinder im Fach Mathematik eine Eins oder eine Zwei bekommen, liegt im Vergleich um mindestens zehn Prozent niedriger. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung in einer Studie, die im Oktober in der „Zeitschrift für Soziologie“ erscheint, wie der „Spiegel“ berichtet. Die Untersuchung beruht auf Daten des Robert-Koch-Instituts und des Mikrozensus 2009. Die Frage war, wie der Body- Mass-Index von Schülern mit deren Schulnoten sowie dem Übertritt aufs Gymnasium zusammenhängt – auch der gelingt adipösen Heranwachsenden seltener. Nach Darstellung der Autoren Marcel Helbig und Stefanie Jähnen weisen dicke Kinder zudem ein geringeres Selbstwertgefühl auf. Der negative Effekt von Übergewicht auf die Schulleistungen bestehe unabhängig vom sozialen Status der Familie, aus der die Betroffenen kommen. Ob und wie stark Eltern und Lehrer den fülligen Kindern negative Eigenschaften zuschreiben, konnten die Wissenschaftler allerdings nicht klären.

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