IGBCE-Chef Vassiliadis fordert neues Bündnis für Arbeit

Dienstag, 15. Oktober 2013, 23:17

Berlin (dts) – Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, fordert eine Wiederbelebung des Bündnisses für Arbeit aus Regierung, Gewerkschaften und Wirtschaft. Der „Bild-Zeitung“ (Mittwochausgabe) sagte Vassiliadis. „Wir brauchen ein Bündnis für gute Arbeit.“. Der neugewählte Gewerkschafts-Chef äußerst sich auch zu möglichen Schwerpunkten eines neuen Bündnis für Arbeit: „ordentliche Bezahlung, gute Ausbildung und Mitbestimmung“. Vassiliadis wörtlich: „Wir müssen `raus aus einer Arbeitswelt, die immer stärker von Billig-Lohn und Befristung geprägt wird.“ Dies zu ändern sei „ein perfektes Ziel einer schwarz-roten Koalition“, sagte Vassiliadis. Gleichzeitig sprach sich der 49-Jährige für eine große Koalition aus. Deutschland brauche eine handlungsfähige Regierung. Dies s traue er am ehesten Schwarz-Rot zu. „Ich hoffe auf schnelle Koalitionsverhandlungen“, sagte Vassiliadis gegenüber „Bild“. Heftige Kritik äußerte der Chef der IGBCE an den bestehenden Gesetzen zur Förderung erneuerbarer Energien. Vassiliadis wörtlich: „Die Förderung für erneuerbare Energien mit Einspeisevergütung ist Unsinn.“ Sie sei „unglaublich teuer, ineffizient und ungerecht“, sagte Vassiliadis. Dagegen müsse die Befreiung energieintensiver Betriebe von der EEG-Umlage „zwingend beibehalten werden“, forderte Vassiliadis: Ohne die Beibehaltung der Befreiung sei morgen „in vielen energieintensiven Betrieben sofort Schluss“.

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