Lammert kritisiert „Dominanz der Unterhaltung gegenüber Information“

Dienstag, 24. Dezember 2013, 01:00

Berlin (dts) – Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat kritisiert, dass in den Medien im Wahljahr eine Tendenz zur Sensationsberichterstattung geherrscht habe. Durch die Digitalisierung und die daraus folgende Dominanz der elektronischen Medien gegenüber den Printmedien habe sich ein Vorrang von Schnelligkeit gegenüber Gründlichkeit, von Schlagzeilen gegenüber Analysen, von Personalisierung gegenüber Sachthemen entwickelt, sagte der 65-Jährige der „Berliner Zeitung“ (Dienstagausgabe). Dazu komme eine „grausame Dominanz der Unterhaltung gegenüber der Information“. 1966 wurde Lammert Mitglied der CDU, seit 1980 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2005 ist er Präsident des Deutschen Bundestages.

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