SPD-Politiker Erler: Einreiseverbot ermöglicht falsche Solidarität mit Grass

Berlin (dts) – Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gernot Erler hat das Einreiseverbot gegen Günter Grass in Israel als falsch und kontraproduktiv kritisiert. „Das Einreiseverbot bestätigt ungewollt die Tabu-These von Grass und bugsiert die ganze Causa in die israelische Innenpolitik“, sagte der Außenpolitiker dem „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe). Der in Israel geborene deutsche Historiker Michael Wolffsohn nannte das Einreiseverbot dagegen richtig und „absolut legitim“. Es gehe darum der außerisraelischen Welt zu zeigen: „Kritik ja, aber nicht von ehemaligen SS-Leuten.“

© – dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

1 Kommentar zu „SPD-Politiker Erler: Einreiseverbot ermöglicht falsche Solidarität mit Grass“

  1. Ganz schön „Gaga“ der Erler!

    Sind er und Grass nicht beide in der SPD? Hat Günther Grass sich seinerzeit nicht in den Wahlkämpfen der SPD für Willy Brandt stark gemacht?

    Günther Grass war SIEBZEHN als er in die Waffen SS kam, also noch ein halbes Kind!

    Er hat sich nicht schuldig gemacht, wie die späteren CDU Politiker Kiesinger, Globke, Lübcke, Filbinger, um nur mal einige zu nennen, die bei all ihren Verstrickungen in die Nazizeit im Gegensatz zu Grass erwachsen waren.

    Wenn SPD Politiker Erler aufrecht wäre, hätte er öffentlich gefordert, dass der Militärstaat Israel mit seiner Pseudodemokratie gefälligst das Einreiseverbot gegen Grass aufzuheben hat, weil Grass viel für die Beziehungen zwischen Israel und der BRD getan hat.

    Aber die Traute hat ein Erler nicht, sondern lamentiert stattdessen rum.

    Schlimm!

Die Kommentare sind geschlossen.