Wien (dts) – Zum 50. Internationalen Welttag des Versuchstiers planen zahlreiche Tierschutzorganisationen und Vereine Demonstrationen und erinnern an diese ethische Problematik. So zum Beispiel der Bayerische Tierschutzverein Schwetzingen. Sie appellieren die im November 2010 in Kraft getretene EU-Richtlinie schneller in geltendes deutsches Recht umzusetzen. „Jetzt gilt es sicherzustellen, dass unsere derzeit gültigen Vorschriften, die schon schwach genug sind, nicht weiter aufgeweicht werden. Das Schutzniveau für in Versuchen eingesetzte Tiere muß deutlich angehoben werden“, fordern die Tierschützer in einem Artikel. Die vegane Gesellschaft in Österreich hat zum Protestmarsch zur Abschaffung von Tierversuchen aller Art aufgerufen. Start ist hier der 21.April um 13:30 Uhr vom Westbahnhof in Wien. Auch der Deutsche Tierschutzbund erinnert jedes Jahr daran, dass immer noch Millionen Tiere in Versuchen leiden und sterben müssen. Der Internationale Tag des Versuchstieres wurde erstmals am 24. April 1962 begangen. Er geht auf die Initiative von Lady Dowding zurück, die in einer britischen Tierschutzbewegung aktiv war. Sie engagierte sich besonders gegen Tierversuche in der Kosmetik.
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Jedes Jahr werden allein in deutschen Laboratorien 2,5 Millionen Tiere in fragwürdigen Versuchen gequält und getötet. Darunter Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Katzen, Hunde, Affen und viele andere Tiere. Weltweit sind es jedes Jahr mindestens 100 Millionen Tiere.
Die Tierexperimentatoren rechtfertigen diese Versuche damit, dass Medikamente und andere Chemikalien auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit hin geprüft werden müssten. Sie stellen die Tierversuchskritiker vor die Wahl: Solle etwa lieber an Menschen experimentiert werden als an Tieren? Doch immer mehr Wissenschaftler bestreiten, dass es nur diese beiden Wahlmöglichkeiten gibt. Sie gehen sogar noch weiter und erklären, dass die tierexperimentelle Forschung die Ergebnisse verfälsche – der Mensch sei eben keine Maus.