Berlin (dts) – Die Namensähnlichkeit der Enthüllungsplattform WikiLeaks mit dem Online-Lexikon Wikipedia hat Konsequenzen. Jens Leschmann, Schatzmeister des Vereins Wikimedia Deutschland, ist zurückgetreten. Er werde durch die aktuelle Berichterstattung rund um die geheimen US-Botschaftsdepeschen mit WikiLeaks assoziiert, sagte Leschmann gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Tatsächlich hat Wikimedia als Unterstützer von Wikipedia nichts mit dem Informantenportal WikiLeaks zu tun. „Ich arbeite als Kreditsachverständiger. Mehrere Kunden haben mich auf Wiki-Leaks angesprochen. Drei Aufträge habe ich deshalb schon verloren. Das ist geschäftsschädigend und existentiell bedrohlich für mich“, begründet Leschmann seine Entscheidung.
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Für WikiLeaks wird die Arbeit noch schwieriger. Der Bezahldienst Paypal setzt WikiLeaks vor die Tür und hat das Konto gesperrt, über das bisher viele Spenden flossen. „Verletzung der Nutzungsbedingungen“ wegen „Förderung illegaler Aktivitäten“, lautet die Begründung. Schau an, wenn ich sehe wieviele webseiten mit paypal arbeiten, die illegale sachen machen, zeigt mir das doch wieder, dass der Anbieter wohl extremen Durck von den USA bekommen hat. Ich frage mich, wie paypal sich verhalten hätte, wenn es kein amerikanisches Unternehmen wäre.