
Es hat ein “Geschmäckle” wenn Ex-Bundespräsident Christian Wulff für sich einen Ehrensold in Höhe und 199.000 Euro jährlich und dazu noch ein Dienstbüro, Angestellt und Dienstwagen samt Fahrer – nochmal 280.000 Euro jährlich – in Anspruch nehmen will. Doch formal-juristisch scheint dagegen nichts zu machen sein. Aber an eine Verabschiedung mit großem Zapfenstreich kann man teilnehmen oder nicht. Nun scheint es, dass Christian Wulff die Gäste ausgehen. Eine deutlichere Ablehnung seiner Person hat wohl nie ein Bundespräsident erfahren.
Berlin – Alle vier noch lebenden Vorgänger von Altbundespräsident Christian Wulff (CDU) werden am Großen Zapfenstreich für ihn nicht teilnehmen. Die früheren Staatsoberhäupter Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Horst Köhler haben sich gegen eine Teilnahme an der militärischen Abschiedszeremonie entschieden, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe) mit Berufung auf die jeweiligen Büros der Altbundespräsidenten. Wulff soll am kommenden Donnerstag mit einem Großen Zapfenstreich der Bundeswehr verabschiedet werden, was seitens der Opposition für Kritik gesorgt hatte.
So hatte unter anderem der Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, die militärische Abschiedszeremonie für Wulff kritisiert. „Ich halte den Großen Zapfenstreich für Herrn Wulff für unangemessen“, sagte Kahrs „Handelsblatt-Online“.
mit dts