Ex-Außenminister Fischer verurteilt deutsche Enthaltung bei Libyen-Abstimmung

Dienstag, 22. März 2011, 00:13

Berlin (dts) – Ex-Außenminister Joschka Fischer hat die deutsche Enthaltung bei der UN-Resolution zur Flugverbotszone über Lybien im Weltsicherheitsrat scharf kritisiert und den Libyen-Einsatz mit dem Kosovo-Krieg verglichen. Wie die „Rheinische Post“ in ihrer Dienstagausgabe berichtet, sagte der Grünen-Politiker bei einer Veranstaltung in Köln: „Eine solche Selbst-Isolierung Deutschlands hat es noch nicht gegeben. Wenn Bengasi gefallen wäre, hätte das bedeutet, dass andere den Preis für unser Nichts-Tun bezahlen würden.“ Dass Westerwelle sich in Ägypten von der Demokratiebewegung feiern lasse, könne er verstehen, sagte Fischer. „Wie er das aber mit seiner Haltung zu Libyen erklären will, kann ich nicht mehr verstehen.“

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