China, Indien und Brasilien sollen dem EFSF helfen

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 07:01

Berlin (dts) – Finanzstarke aufstrebende Länder sollen dabei helfen, das Finanzvolumen des Euro-Rettungsfonds EFSF aufzustocken. Dafür wolle EFSF-Chef Klaus Regling Konten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) einrichten, erfuhr das „Handelsblatt“ in diplomatischen Kreisen in Brüssel. Der IWF und die US-Administration seien prinzipiell offen für die Idee. Beim G-20-Finanzministertreffen sei darüber bereits gesprochen worden. Die Amerikaner würden allerdings verlangen, dass die Euro-Zone das Finanzvolumen in einem ersten Schritt aus eigener Kraft aufstockt. Erst in einem zweiten Schritt könne der IWF dann mit Konten helfen. Die Euro-Zone befürchtet, dass das Finanzvolumen des EFSF in Höhe von 440 Milliarden Euro nicht ausreicht, um die neuen Aufgaben des EFSF zu bewältigen. Deshalb sucht die Euro-Zone nach „Hebeln“, um den Betrag zu vervielfachen. So werden die Euro-Regierungschefs am Sonntag voraussichtlich beschließen, neue Staatsanleihen zu „versichern“, um ihre Kurse an den Finanzmärkten zu stützen.

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