Studie: Nach Abtreibung kein gesteigertes Risiko für psychische Erkrankung

Freitag, 9. Dezember 2011, 18:08

London (dts) – Frauen haben einer Studie zufolge nach einer Abtreibung kein erhöhtes Risiko eine psychische Krankheit zu entwickeln. Das fanden Wissenschaftler des britischen National Collaborating Centre for Mental Health (NCCMH) in einer Auswertung von 44 Studien heraus. Laut den Wissenschaftler haben Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft im Allgemeinen aber eine höhere Inzidenz für psychische Probleme. Die sei allerdings davon unabhängig, ob sie sich zu einer Abtreibung entschließen und ihr Kind gebären. Normalerweise liegt das Risiko einer Frau, an einer psychischen Erkrankung zu leiden , bei etwa elf bis zwölf Prozent. Bei Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft liegt dieser Wert etwa dreimal höher.

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