SPD: Einlenken der FDP beim Betreuungsgeld "erbärmlich"

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 07:11

Berlin (dts) – Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig hat der FDP vorgeworfen, gegen ihre Überzeugung beim Betreuungsgeld einzulenken: „Es ist wirklich erbärmlich wie die FDP sich wider besseren Wissen der ideologischen Haltung der CSU beugt und beim Betreuungsgeld umfällt“, sagte Schwesig der „Welt“ (Donnerstagausgabe). „Die FDP steht nicht zu ihrer Überzeugung, sondern prostituiert sich um des Machterhalt Willens.“ Es gäbe keine inhaltlichen Gründe, warum die Liberalen – auch die liberalen Frauen – der „Fernhalteprämie“ jetzt entgegen früheren Ankündigungen doch zustimmen wollen, sagte Schwesig. „Dabei ist und bleibt das sogenannte Betreuungsgeld falsch, egal was die FDP da angeblich noch hinein verhandeln will: Es hält Kinder von Bildung und Mütter vom Arbeitsmarkt fern. Das schadet den Interessen von Kindern und Frauen.“

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