Kabul (dts) – US-Präsident Barack Obama ist am Freitagabend überraschend in Afghanistan eingetroffen. Während seines sechsstündigen Aufenthaltes hat er eingeräumt, dass der Militäreinsatz nicht in dem gewünschten Tempo vorankommt. „Die Fortschritte kommen langsam. Aber vor uns liegen schwierige Tage“, sagte er vor US-Truppen auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram. Zu einem persönlichen Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai ist es aufgrund des schlechten Wetters nicht gekommen. Beide Staatsmänner sprachen in einer Telefonkonferenz miteinander. Der US-Präsident zeigte sich überzeugt, dass die internationale Koalition im Kampf gegen das Terrornetzwerk Taliban die Oberhand behalten wird. „Nie wieder wird dieses Land als Versteck dienen, um die USA anzugreifen“, erklärte Obama. Empfangen wurde der US-Präsident vom Oberkommandeur der ISAF-Truppen, US-General David Petraeus, und US-Botschafter Karl Eikenberry. Obama besuchte vor seiner kurzen Ansprache ein Lazaret mit verwundeten Soldaten. Der Überraschungsbesuch war Obamas zweite Afghanistan-Reise.
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Schau an, was man so durch die wikileaks Dokumente alles erfährt. So hat US Vizepräsident Joe Biden Deutschlands Rolle in Afghanistan heftig kritisiert. Biden wird in einer als „Geheim“ eingestuften Depesche mit den Worten zitiert, Deutschland habe in Afghanistan „völligen Mist gebaut bei der Polizeiausbildung“. Die Depesche vom 28. März 2009 findet sich in den Dokumenten von wikileaks. Weiterhin ist zu lesen „Mit der Ausnahme des Vereinigten Königsreichs und einiger anderer sind sehr wenige Europäer (in Afghanistan) aktiv“, sagte Biden. Im Angesicht knappe Kassen frage ich mich, warum sind wir dann noch in Afghanistan. Da könnte man doch die Deutschen sofort und noch dazu ohne Gesichtsverlust abziehen.