Papstbuch: Benedikt XVI. betont Bruch zwischen Christentum und Judentum

Rom (dts) – Papst Benedikt XVI. deutet in seinem neuen Buch Jesus Christus neu und betont die Unterschiede zwischen christlicher und jüdischer Tradition. Das berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“, die einen Vorabdruck des Buches veröffentlicht. Das Wesentliche des Abendmahls, das am Vorabend der Kreuzigung stattfand, sei nicht das alte jüdische Pessachfest (Paschafest), „sondern das Neue, das Jesus in diesem Zusammenhang vollzog“. Das Abendmahl Jesu mit den zwölf Jüngern sei „kein Pascha-Mahl nach den rituellen Vorschriften des Judentums“ gewesen. Im Gegenteil: „Es war Jesu Pascha.“ Der Papst weiter: „Die alten Riten konnten nicht begangen werden; als ihre Stunde kam, war Jesus schon gestorben.“ Benedikt XVI. legt eine konservative historische Interpretation des Abendmahls vor und stützt die Aussage des Evangelisten Johannes, dass das letzte Mahl Jesu nicht am regulären jüdischen Festtag, sondern am Vortag des Festes stattfand. „Das bedeutet, dass Jesus gestorben ist zu der Stunde, zu der im Tempel die Pascha-Lämmer geschlachtet wurden.“ Christus sei das wahre Lamm, durch ihn erst erhalte der jüdische Ritus der Lämmer seinen wahren Sinn: „Das geopferte Lamm ist Christus.“

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3 Kommentare zu „Papstbuch: Benedikt XVI. betont Bruch zwischen Christentum und Judentum“

  1. Jesus-Buch ist unglaubwürdig!

    Ich finde es prima, wenn der Papst auch bei seinem zweiten Jesus-Buch zur Diskussion aufruft.

    Historiker betonen, dass man vom historischen Jesus so gut wie gar nichts weiß.
    All die wundersamen Ereignisse der Bibel sind historisch nicht belegt!
    Nach meiner Überzeugung sind alle Jesus-Schilderungen Fantasieprodukte.
    Denn: Auch Theologen geben zu, dass alle Jesus-Geschichten erst einige Jahrzehnte(!) nach dem Tod jenes nur eventuell real existierenden Menschen schriftlich festgehalten wurden. Hierfür kenne ich nur eine – psychologische – Erklärung: Durch das jahrzehntelange Weitererzählen wurden die eventuell realen Begebenheiten um den eventuell historischen Jesus so extrem ins Wunderbare verfälscht, dass schließlich jemand („Markus“) anfing, dies nieder zu schreiben.
    Es ist durch viele soziale Experimente („Stille Post“) 100%-ig bewiesen, wie sehr sich Geschichten durch Weitersagen schon in sehr kurzer Zeit massiv verändern, so dass angenommen werden kann und muss, dass dann nach Zig-Jahren nichts mehr stimmt – oder zumindest so gut wie nichts (allenfalls eventuell noch der Name Jesus). Wenn die wunderlichen Geschichten mit Jesus wirklich stattgefunden hätten“ (insbesondere die so genannte „Auferstehung“), dann hätten doch die schreibkundigen Zeitgenossen selbstverständlich sofort(!) so etwas festgehalten!
    Insofern stimme ich der Theologie-Professorin Uta Ranke-Heinemann zu, welche die Bibel als „Märchenbuch“ bezeichnet.

    Aber wir haben eine Weltanschauungsfreiheit, welche jedem Menschen erlaubt, eine individuelle, rein private(!) religiöse oder nichtreligiöse Weltanschauung zu haben – und das ist sicherlich gut so.

    Es ist jedoch völlig unakzeptabel – da massiv menschenrechtswidrig – wenn aus dieser rein privaten Weltanschauung ein Anspruch gemacht wird, dass auch alle anderen Menschen diesen Glauben übernehmen sollen! Die Menschenrechte verbieten die Bevorzugung oder Benachteiligung irgendeiner Weltanschauung. Dies bedeutet z.B., dass jeglicher Absolutheitsanspruch verboten ist.
    Tatsache ist jedoch, dass Islam, Christen- und Judentum leider noch immer ihre gleich lautenden kriegerischen Ansprüche aufrecht halten, jeweils die allein wahre und gültige Religion zu sein und als solche anerkannt zu werden. Daher gab und gibt es bis in die Gegenwart hinein unzählige grausam Ermordete auf allen Seiten!

    Dazu passt, dass der Vatikan noch immer nicht die Menschenrechte anerkannt hat, obwohl die christliche Nächstenliebe – ohne die kein Mensch das Recht hat, sich Christ zu nennen! – genau das Gleiche fordert, wie die Grundregel der Menschenrechte: „Behandle andre Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest!“

  2. Wir Christen lassen uns nur ungern von gottlosen Lästerern erzählen,welche Rechte wir angeblich haben oder nicht haben.Und „die andere Wange hinhalten“ gilt nicht in bezug auf euch….

  3. Jesus war in erster Linie Jude und war in seinen Glauben fest im jüdischen Glauben und Gesellschaft verankert, ebenso wie seine Jünger!

    Ich begreife nicht wie dumm man sein muß um das nicht zu begreifen und zu akzeptieren, was würde Jesus wohl dazu sagen?
    Wenn man an Gott glaubt finde ich diese Ignoranz schon eine satanische Gotteslästerung!

    Armer Jesus das du dir das gefallen lassen mußt…

    Im Namen der doch so rechthaberischen Christen wurde so viel Unheil, Tod und Hass geschaffen
    das ich mich frage wert schlimmer war…
    Mehr sage ich dazu nicht, man kann denken was ich meine.

    Ich hoffe für die christlichen Ignoranten das Gott nicht der ist von dem im alten Testament die Rede ist.
    Oh, dann kommt was auf sie zu…
    Ich meine damit nur die die sich dieser Tatsache entgegenstellen das Jesus Jude war und sonst nix weiter!
    Das andere, jeder mag es anders zu sehen, ist Ansichtssache…
    Für mich war es ein großer Mensch und Lehrer.

    Wäre es nicht sicher in der jüdischen glauben zu wechseln… 😉
    Denn Christen oder Moslems und ihr Gottesbild kamen erst hunderte Jahre später!
    !!! Es gibt nur einen Gott !!! – das müßte uns doch überzeugen…

    Und zu den Papst nur eines, er ist nicht Gott!
    Und wird sich verantworten müßen denke ich!
    Wie wir alle die an Gott glauben…

    Und zu deiner atheisten Schelte: „Vielleicht kommen die eher in den Himmel da sie nicht sagen wir sehen“… (Zitat aus der Bibel)

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