Berlin (dts) – Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, fordert von der Bundesregierung, sich nicht weiter gegen die Einführung europäischer Gemeinschaftsanleihen zu wehren. „Die Bundesregierung sollte ihren Widerstand gegen die Eurobonds aufgeben“, sagte Schulz dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). So könnten sich Länder wie Spanien, Portugal oder Italien leichter refinanzieren. „Deutschland sollte einen Beitrag zur gesamteuropäischen Erholung leisten, denn nur eine Erholung bringt Jobperspektiven.“ Neben einem gemeinsamen Währungsraum brauche Europa eben auch eine gemeinsame Wirtschaftszone. „Europa wird nicht funktionieren, wenn Deutschland mit dem Ferrari vor und alle anderen mit dem Dreirad hinterher fahren“, sagte Schulz.
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Eurobonds sind insbesondere für Deutschland von Nachteil. Deutschland würde das Risiko der Problemländer mittragen und infolgedessen selber höhere Zinsen zahlen. Für Länder wie Spanien, Portugal oder Italien wäre es dagegen dauerhaft leichter, Schulden aufzunehmen. Im Zweifelsfall tragen sie die Risiken ja nicht alleine. So wird die Transferunion zementiert.
Zusammenarbeit und europäischer Freihandel sind eine gute Sache. Europapolitiker wie Schulz, die Deutschlands Wohlstand offenbar zugunsten anderer Länder umverteilen wollen, gehören dagegen abgewählt!