Berlin (dts) – Hartz IV-Bezieher, die sich zum neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) melden, sollen mehr als bisher von ihrem Hinzuverdienst anrechnungsfrei behalten dürfen. Wie die „Bild-Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtet, planen Sozialexperten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine entsprechende Initiative nach der Sommerpause. Geplant ist, dass Sozialhilfeempfänger von den 330 Euro Taschengeld künftig 175 Euro behalten dürfen – statt bisher nur 60 Euro. Der Freibetrag soll dem für Ehrenämter angeglichen werden. Die CDU-Sozialexperten Carsten Linnemann und Peter Tauber hoffen so auf kurzfristig rund 5000 zusätzliche Bewerber. Im Bundesfreiwilligendienst fehlen derzeit etwa 12000 Helfer, bisherige Zivildienstleistende eingerechnet.
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Genau die Selben zwei die noch im April sagten
„Es darf keine Denkverbote geben. Hartz IV-Beziehern sollte zugemutet werden können, auch in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern zu arbeiten, um mögliche personelle Engpässe zu überbrücken.“
Auch für 175 Euro würde ich bestimmt nicht bis zu 40 Wochenstunden „Freiwillig“ arbeiten, denn dieser BFD soll als zusätzlicher Teil des Niedriglohnsektors dazu kommen, der so genannte Taschengeldsektor.
Seltsam, bisher wurden die H4-Empfänger doch im Rahmen der 1-Euro-Jobs in die Altenpflege geschickt. Was soll da nun dieses freiwillige „Angebot“? Ok, es mag vielleicht ein paar Leute geben, die unbedingt in die Altenpflege wollen und bisher noch keine „Gelegenheit“ hatten, diesen Arbeitsberech im Rahmen eines 1-Euro-Jobs“ oder eines „verordneten Praktikums“ zu „testen“. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass der Freiwilligendienst in bestimmten Fällen ein „Ausweg“ sein kann, weg vom verhassten 1-Euro-Job, hin zu einer Tätigkeit, die vielleicht etwas mehr den eigenen Interessen und Fähigkeiten entspricht. Ich hoffe, die Palette (an Tätigkeiten) ist beim Freiwilligendienst besser als bei den 1 Euro Jobs. Klar dürfte allerdings sein, dass sich in vielen Dienststellen, Zivis, 1-Euro-Jobber und Bufdis die Türklinke in die Hand geben.