Berlin (dts) – Der Chef der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, hat einen respektvollen Umgang seiner Partei mit Papst Benedikt XVI. angemahnt. „Man kann Auffassungen des Papstes kritisieren, doch wenn er als Gast des Bundestages auftritt, muss er respektvoll empfangen werden“, sagte der Linken-Politiker, der auch bekennender Protestant ist, der „Ostsee-Zeitung“ (Freitagausgabe). Ramelow wird sich dagegen die Papst-Rede am Donnerstagnachmittag von der Besuchertribüne des Bundestages aus anhören. Zu seiner Begleitung werden auf Einladung der Links-Fraktion der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland Aiman A. Mazyek, der Rektor des jüdischen Abraham-Geiger-Kollegs Walter Homolka und die frühere Erfurter Pröpstin Elfriede Begrich. Auf die Frage, ob er das Fernbleiben einiger Linken-Kollegen für kleinkariert halte, sagte Ramelow: „Nein, ehrlich.“ Zugleich warnte Ramelow seine Partei davor, zu einer laizistischen Partei zu werden. Sollte ein entsprechender Antrag auf dem Erfurter Parteitag angenommen werden und sollte in der Linken kein Platz mehr für Christen, Muslime oder Juden sein, werde er die Partei verlassen, kündigte Ramelow an.
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Zum Thema Ankündigung von Bodo Ramelow
Ein Zitat aus einem lesenwerten Artikel http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=18593&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=b94e029d68
„Der Mentor der Laizität war nun kein Möchtegern-Politiker. Er war Christ, Sozialist und Gestalter mit weltweiter Wirkung, Träger des Friedensnobelpreises 1927. Dagegen ist der Simplizissimus Ramelow mit seinen Vorstellungen eine Null-Nummer. Wer mit Meinungsvielfalt nicht umgehen kann oder diese gar diskriminiert, hat in unserer Politik nichts zu suchen.
DIE LINKE ist gut beraten, für Juden, Christen, Muslime, Religionen aller Art oder Agnostiker, Atheisten und sonstigen Freigeistern offen zu sein. Laizität ist dabei ein Prinzip, das alle gleichberechtigt zusammenhält.
Wenn Ramelow das nicht verkraften kann, empfangen ihn CDU oder SPD sicher mit offenen Armen. Vielleicht sollte er sich damit anfreunden.
VON: GEORG KORFMACHER“
Dem kann ich nur zustimmen!