Berlin (dts) – Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, hat den Stopp der geplanten Hinrichtung eines Minderjährigen im Iran gefordert. „Mit Entsetzen habe ich soeben davon erfahren, dass morgen früh ein minderjähriger Iraner, Alireza Molla-Soltani, öffentlich hingerichtet werden soll“, erklärte Löning am Dienstag in einer Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes. „Die öffentliche Hinrichtung von zum Tatzeitpunkt Minderjährigen verdeutlicht die Abscheulichkeit der Todesstrafe in besonderem Maße.“ Diese Form der Todesstrafe verstoße laut Löning „auf eklatanteste Weise gegen die durch Iran selbst eingegangenen völkerrechtlichen Verpflichtungen. Ich appelliere mit Nachdruck an die iranischen Justizbehörden, die geplante Hinrichtung nicht zu vollziehen.“ Molla-Soltani wird vorgeworfen, im Juli 2011 im Alter von 17 Jahren in einem Streit den bekannten iranischen Athleten Ruhollah Dadashi mit einem Messer verletzt haben.
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