Berlin (dts) – Der Gründer der Internetplattform „VroniPlag“, Martin Heidingsfelder, hat den Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) gefordert. Gegenüber „Bild.de“ erklärte der Gründer der Internetplattform zur Aufdeckung von Plagiaten, dass die Ministerin zurücktreten müsse, da sie als Bildungspolitikerin „nie wieder unbefangen sprechen“ könne. Weiterhin weise ihre Doktorarbeit aus dem Jahr 1980 „eindeutige Plagiate auf“. Dieses wissenschaftliche Fehlverhalten müsse Konsequenzen haben, forderte Heidingsfelder. Der Plagiate-Jäger geht überdies davon aus, dass die bisherigen Fundstellen in der Doktorarbeit Schavans lediglich die Spitze des Eisbergs seien. „Da stecken ziemlich sicher noch mehr abgekupferte Passagen drin, das wird sich bald zeigen“, so Heidingsfelder. Schavan muss sich seit der vergangenen Woche anonymer Plagiatsvorwürfe erwehren. Auf der Netz-Plattform „schavanplag“ listet ein Unbekannter vermeintliche Plagiat-Fundstellen auf 56 Seiten ihrer gut 350 Seiten starken Dissertation auf. Im Wesentlichen werden ihr Mängel und „Verschleierung“ beim Quellennachweis vorgeworfen.
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„Vroniplag-Gründer“ Martin Heidingsfelder hat VroniPlag Wiki nicht gegründet. Er wollte Veronica Saß eins auswischen und hat nach dem gescheiterten Versuch, GuttenPlag Wiki und die mediale Aufmerksamkeit dafür zu instrumentalisieren, das Wiki gestartet (ein Mausklick bei wikia.com). Eigentlich gegründet wurde es dann von den Leuten, die die Methoden und Werkzeuge von GuttenPlag Wiki rübergeschafft haben und die Arbeit gemacht haben. Es mussten ja immer Entscheidungen getroffen werden. Wie wird was gemacht, wie wird vorgegangen, was kommt wo hin, viele Details, viele kleine Entscheidungen. Die waren meist das Gegenteil von dem, was Martin Heidingsfelder wollte. Eigentlich andauernd! Diese Kette von vielen vielen Einzelentscheidungen aber stellt den eigentlichen Gründungsprozess da. Der stets von Heidingsfelder gestört wurde. Der wollte nur kurz soviel „Kracher“ wie möglich. Auch ging Martin Heidingsfelders „Gründungsidee“ nicht darüber hinaus, einfach Veronica Saß fertigzumachen oder wer ihm sonst nicht passte. Auch für private Fehden schlug er von Anfang an gleich immer wieder die unmöglichsten Fälle ohne Verdacht vor. Die wurden von den Gründern aber abgelehnt. All das leugnete er bei seinen Interviews später. Schon wenige Stunden nach seinem Startklick begannen ernsthaft interessierte Mitmacher, das VroniPlag Wiki zu schaffen, was man heute kennt. Seriös, wissenschaftlich fundiert, auf Qualität der Fälle bedacht, Prangerwirkung möglichst zu vermeiden und die Aufmerksamkeit auf die Dokumente zu richten. Wenn man sich ein paar Äußerungen von Heidingsfelder anschaut, weiß man sofort, dass er niemals der geistige Vater von so was sein kann. Übrig bleibt nur, dass Heidingsfelder jetzt ständig versucht, das Wiki und die Mithelfer im Ruf zu schädigen und zu verleumden. Auch versucht er mit seiner dann im Sommer 2011 eingetragenen Marke „VRONIPLAG“ die freiwillige Arbeit der Leute bis zum heutigen Tag zu stören, aber das gelingt zum Glück bisher nicht gut.