Berlin (dts) – Ostdeutsche Ministerpräsidenten sind gegen die jüngsten Pläne von Union und SPD, bei einem gesetzlichen Mindestlohn unterschiedlichen Höhen in Ost und West einzuführen. Der „Bild-Zeitung“ (Freitagausgabe) sagte Sachen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU): „Kein Ost-Ministerpräsident wird einen Mindestlohn akzeptieren, der sich an der alten DDR-Grenze orientiert.“ Ein allein vom Staat festgesetzter Lohn habe schon die DDR ruiniert. „Diesen Fehler dürfen wir im wiedervereinigten Deutschland nicht wiederholen.“, sagte Haseloff. Auch der sächsische Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) sprach sich gegen einen starren gesetzlichen Mindestlohn aus. „Wir brauchen einen Mindestlohn mit Augenmaß“, sagte der Regierungschef der „Bild“. „Es muss eine Möglichkeit zur Überprüfung und zur Korrektur geben, wenn sich negative Folgen auf dem Arbeitsmarkt zeigen.“
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In einer kapitalistischen Marktwirtschaft (noch gegenwärtiger Ist-Zustand), welche durch die Verwendung eines gesetzlichen Zwischentauschmittels mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) und ein privates Bodeneigentumsrecht gekennzeichnet ist, setzt sich das gesamte Bruttosozialprodukt (BSP) aus Lohn (Arbeitseinkommen, verdienter Knappheitsgewinn) und Zins (Liquiditätsverzichtsprämie, Dividende, Rendite, Spekulationsgewinn, private Bodenrente, allg.: unverdienter Knappheitsgewinn) zusammen. Während der Lohn sich im Idealfall direkt proportional zur individuellen Arbeitsleistung entwickelt, ist der Zins das genaue Gegenprinzip: derjenige, der arbeitet, zahlt den Zins; und derjenige, der nicht arbeitet, bekommt den Zins. Ziel aller Gerechtigkeitsbestrebungen seit den ersten Anfängen der Marktwirtschaft ist es, den Zins zu überwinden, jedes arbeitsfreie Kapitaleinkommen auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu beseitigen. Mit einem Wort: Marktgerechtigkeit
Dass der Arbeitslohn makroökonomisch nicht durch „Befehl von oben“ (planwirtschaftlicher Blödsinn) angehoben werden kann, solange aufgrund einer a priori fehlerhaften Geld- und Bodenordnung der Zins bedient werden muss, damit der Geldkreislauf nicht sofort zusammenbricht, versteht sich eigentlich von selbst. Nur Politiker und Theologen (Moralverkäufer) verstehen das nicht, weil ihre ganze Existenz auf Blödsinn basiert und die Verwirklichung des vollen Arbeitsertrages (Soll-Zustand = echte Soziale Marktwirtschaft) den Blödsinn überflüssig macht:
Wohlstand für alle