USA-Koordinator: Kein Automatismus mehr für Freundschaft zu Amerika

Samstag, 26. Oktober 2013, 00:00

Berlin (dts) – Der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, Harald Leibrecht (FDP), betrachtet das deutsche Verhältnis zu den USA als nachhaltig beschädigt. „Es gibt keinen Automatismus mehr für die deutsch-amerikanische Freundschaft“, sagte Leibrecht der „Welt“. Jetzt müsse man vor allem offen miteinander reden, forderte er. Leibrecht äußerte sich tief enttäuscht über den Vertrauensbruch durch die USA: „Ein echter Freund hintergeht einen nicht. Ein Freund behandelt Informationen immer vertraulich.“ Die stabile Vertrauensbasis zu den USA sei ganz zentral für die Zusammenarbeit. „Jetzt hat die Freundschaft einen Knacks bekommen“, stellte Leibrecht fest. Zugleich stellte Leibrecht klar, dass die USA auf dem internationalen Parkett weiterhin die wichtigsten Verbündeten außerhalb der EU seien. „Momentan wissen wir aber nicht genau, wie wichtig ihnen Europa und Deutschland ist“, sagte er weiter.

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