Bayerischer Finanzminister Söder lehnt Eurobonds strikt ab

Berlin (dts) – Bayerns Finanzminister Markus Söder hat die sogenannten Eurobonds strikt abgelehnt. „Eurobonds sind nicht akzeptabel“, sagte Söder dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Sie liefen auf eine Vergemeinschaftung der Schulden hinaus. „Damit würden alle Bemühungen scheitern, Schulden in Europa abzubauen. Denn die Schuldenländer könnten sich darauf verlassen, dass Deutschland die Hauptlast trägt“, so Söder, der vor seiner Ministertätigkeit im bayerischen Finanzministerium bereits den Posten des bayerischen Umweltministers inne hatte. Söder verlangt, dass die Euro-Staaten die Beschlüsse des letzten Euro-Gipfels umsetzen. „Wir setzen jetzt darauf, dass Italien und Spanien neue überzeugende Programme vorlegen“, sagte Söder dem Blatt. Italien sei ein reiches Land, „in vielen Regionen pro Kopf sogar reicher als Deutschland“, erklärte der bayerische Finanzminister. Wenn einzelne Länder politisch nicht in der Lage seien, Reformen umzusetzen, „dann müssen sie austreten können“, sagte er.

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  1. Voraussichtlicher Zinssatz für Eurobonds

    Aktuelle Zinssätze für 10-jährige Staatsanleihen in der Euro-Zone:

    Griechenland: 28,8 %
    Portugal: 11,3 %
    Irland: 8,14 %
    Italien: 6,76 %
    Spanien: 6,6 %
    Belgien: 5,01 %
    Frankreich: 3,56 %
    Österreich: 3,51 %
    Finnland: 2,68 %
    Niederlande: 2,54 %
    Deutschland: 1,92 %

    BIP in Mrd. USD (2007):

    Griechenland: 362
    Portugal: 219
    Irland: 257
    Italien: 2093
    Spanien: 1430
    Belgien: 447
    Frankreich: 2567
    Österreich: 371
    Finnland: 245
    Niederlande: 761
    Deutschland: 3302
    Euro-Zone gesamt: 12054
    Zum Vergleich USA: 13816

    BIP-gewichteter Zinssatzanteil pro Gesamt-BIP der Euro-Zone:

    Griechenland: 0,856 %
    Portugal: 0,205 %
    Irland: 0,174 %
    Italien: 1,174 %
    Spanien: 0,799 %
    Belgien: 0,186 %
    Frankreich: 0,758 %
    Österreich: 0,108 %
    Finnland: 0,054 %
    Niederlande: 0,160 %
    Deutschland: 0,526 %

    Voraussichtlicher Zinssatz Eurobonds: 5,009 %
    Zum Vergleich USA: 1,96 %

    Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Eurobonds „ganz viel Vertrauen“ schaffen, dürfte der Zinssatz kaum unter 4 % fallen, was bedeutet, dass die Refinanzierungskosten für den deutschen Staatshaushalt sich mehr als verdoppeln würden. Selbst für Frankreich und Österreich ergäben sich noch leichte Nachteile durch die Eurobonds und allein Spanien, Italien, Irland, Portugal und Griechenland hätten die Vorteile.

    Erschwerend kommt hinzu, dass man sich um die Verwendung des durch die Ausgabe der Eurobonds geliehenen Geldes streiten wird wie die berühmten „Kesselflicker“. Denn zum einen gibt es in der Euro-Zone kein einheitliches Steuerrecht, obwohl dann alle Steuerzahler der „Europäischen Währungsunion“ für die Eurobonds haften, und zum anderen wird gerade in den Ländern das Geld am dringendsten gebraucht, in denen zuvor der Zinssatz höher war, sodass die Steuerzahler, in denen zuvor der Zinssatz niedriger war, dann auf die berühmten „Barrikaden“ gehen.

    Besser ist es, keine weiteren Gedanken an den Unsinn zu verschwenden und rechtzeitig den Verstand einzuschalten:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/10/vollinvestition.html

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