Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!

http://archiv2007.sozialisten.de/service/download/fotos/loetzsch/index.htm
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„Spiegel-Hass-Artikel ist ein Armutszeugnis für das Hamburger Blatt“, erklärt die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, zum Artikel ‚Linke -Chefin erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei’ Gesine Lötzsch weiter:

Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!

Der wutschnaubende Verriss meines Junge-Welt-Beitrages durch den Spiegel zeigt, wie verunsichert das Establishment ist, wenn es um Alternativen zum kapitalistischen System geht. Sie sind sich ihrer Sache nach der verheerenden Finanzkrise nicht mehr sicher und reagieren deshalb hysterisch auf Überlegungen, wie eine gerechte Gesellschaft aussehen könnte. Das bestärkt mich in meinen Überlegungen, dass dem demokratischen Sozialismus die Zukunft gehört. Anlässlich der Rosa-Luxemburg-Konferenz am 8. Januar habe ich im Vorfeld zu den Fragen Stellung bezogen: ‚Wo geht’s zum Kommunismus? Linker Reformismus oder revolutionäre Strategie? Wege aus dem Kapitalismus’. Ich habe das Thema der Fragestellung aufgegriffen und plädiere für linke Reformen und einen demokratischen Sozialismus nach den Ideen Rosa Luxemburgs . Ich fordere dazu auf, ‚Sackgassen zu verlassen und sie nicht als ambitionierte Wege zum Kommunismus zu preisen’.

Ich erkläre ausdrücklich, dass für mich linke Politik insgesamt und die Politik der Partei DIE LINKE in der herausfordernden Tradition ‚Gesellschaft verändernder radikaler Realpolitik’ steht. Ich verweise auf die Vorschläge der Partei DIE LINKE zur Lösung der Finanzkrise und zur Bewältigung der ökologischen Herausforderung. Ich werbe für den öffentlichen Beschäftigungssektor und die Demokratisierung der Wirtschaft. Ausdrücklich stelle ich fest, dass sich die wichtigsten Probleme der Gegenwart nicht mit militärischen Mitteln lösen lassen. Ich zitiere Luxemburgs Abgrenzung zu Lenin und Trotzki: ‚Das Negative, den Abbau kann man dekretieren, den Aufbau, das Positive, nicht.’ Ich zitiere Rosa Luxemburgs Forderung nach der Freiheit des Andersdenkenden und weise darauf hin, dass sich deswegen der sowjetische Parteikommunismus nicht mit ihr, die für die Partei DIE LINKE eine der wichtigsten Bezugspersonen der Arbeiterbewegung ist, versöhnen lässt.

Und ich fordere zum Schluss eine Politik, die beweist, dass dem demokratischen Sozialismus die Zukunft gehört.

Mein Artikel ist auf der Seite: www.die-linke.de zu lesen.

Berlin, 05. Januar 2011

F.d.R.

Daniel Bartsch

Pressestelle

DIE LINKE Bundesgeschäftsstelle

Kleine Alexanderstraße 28

10178 Berlin

1 Kommentar zu „Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!“

  1. Auch Ewiggestrige haben das Recht,ihre Meinung zu äußern.Trotzdem belastet der Mist von vorvorgestern nur den Kampf gegen die reale Diktatur des Ökonomismus.Wer sind denn Rosa Luxemburg,Leo Trozki usw.bitteschön?Traditionen stärken das Ego,schwächen aber eher den Kampf
    um die Verteilung des Sozialprodukts.

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